…habe ich heute hinter mich gebracht. ich hatte das grosse vergnügen, in christophs studio einige portraits von daniela & stefan zu machen.
ziemlich aufregend, da es das erste mal war, dass ich unter “profi”-bedingungen fotografiert habe. so eine blitzanlage ist schon ganz schön imposant, die bedienung derselbigen noch umso imposanter.
weiterhin habe ich die fotos mit der geilsten kamera, mit der ich bisher fotografiert habe, gemacht… einer nikon d2x. unglaublich, wie scharf dieses teil mit einem nikkor 60mm f2.8 makro abbildet, selbst der af ist umwerfend.
die bedienung ist für mich als canon-user natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, knöpfchen und taster ohne ende… aber nixdestotrotz eine hammerkamera!
ein paar der bilder gibt es dann in den nächsten tagen drüben im tageswerk.

ich freu mich schon aufs nächste mal :)
ade!
wie ich bei meiner sonntags-fototour kürzlich festgestellt habe, war da ganz schön viel schmodder auf dem sensor meiner 20d.
dieses äusserte sich besonders bei kleinen blenden ab ca. f8 durch unschönen fleckenbefall…
nun gut, dachte ich mir, da muss ich wohl mal putzen.
ein wenig googeln half, um das nötige werkzeug zu finden: microtools. (nicht gerade augenfreundliche webseite, aber ich würde den laden als seriös einstufen, bestellung/lieferung funktionierte zügig und einwandfrei)
benötigt wird ein spezieller spatel sw1, reinigungstücher psi-1 und (überwiegend methanol-basierende) reinigungsflüssigkeit psi-3-f.
das ganze kostet zusammen inklusive versand 32 € und ist damit deutlich günstiger als diverse andere angebote.
die reinigung selbst ist für jeden, der ein wenig technisches geschick mitbringt, relativ einfach:
vorher testfotos schiessen (weisser/heller/sauberer hintergrund, kleine blende, manueller fokus auf unscharf), volle(!!) akkus einlegen, spiegel hochklappen (natürlich über den entsprechenden menüpunkt der kamera ;)) und mit dem reinigungswerkzeug den sensor mit leichtem druck (keine panik, ist noch glas davor!) in eine richtung abwischen. in meinem fall habe ich den vorgang inklusive testfotos dreimal wiederholt, danach war der dreck weg!
hier einmal vorher und nachher:
(1/30 s, f22, man. fokus, blitz)

das grosse weite netz meint, man solle diesen test ruhig so alle 1000 auslösungen durchführen.
ich für meinen teil werde da nun grösseres augenmerk drauflegen… reinigungstücher habe ich ja nun genug :)

bekommt das futter oder so…
dachte ich mir gestern abend und bin heute morgen extra früh aufgestanden, um nochmal ein paar fotos zu machen. was dabei herausgekommen ist, gibt es in den nächsten tagen wie immer im tageswerk.
minus acht grad und etwas diesig, aber es war trotzdem klasse. keine menschenseele zu sehen, herrliche luft und lecker kaffee dabei, was will man mehr?
entspannung galore, ich muss mich öfters mal dazu aufraffen…
btw, ich raff es immer noch nicht, wie ich es hinbekomme, dass die fotos in verschiedenen browsern gleich angezeigt werden. aktuell sehe ich mal wieder, dass firefox die farben eher mau ausgibt…
sollte man die fotos in einem bestimmten farbprofil abspeichern oder auch nicht!? (aktuell speichere ich immer im adobe rgb (1998))
falls jemand hierzu sachdienliche hinweise hat, immer her damit, ich freue mich sehr darüber! ;)
gibt es hier: videotutorials.tv
liegen im quicktime h264 format vor, sowohl als stream als auch als direktdownload.
habe mir das ein oder andere schonmal angeschaut, garnicht mal übel!
zur zeit gibt es zwar nur “basics”, aber das schadet ja nie was.
sehr schön auch, dass weder kosten entstehen, noch eine anmeldung nötig ist.
hoffentlich bleibt dieser service weiterhin bestehen…
es sollte eigentlich nur ein kleiner ausflug mit bodo nach garzweiler werden, mal eben dorthin, ein paar bagger fotografieren und gut ist.
es kam anders…
auf der suche nach einem geeigneten platz kamen wir entlang der stillgelegten und wirklich gespenstischen autobahn a44 durch otzenrath, einer der orte, die den braunkohlebaggern weichen müssen…
im wahrsten sinne des wortes ein “geisterdorf”.
der grösste teil der menschen dort ist schon seit 3-4 jahren umgesiedelt. die meisten erhielten den verkehrswert für ihr haus und mussten sich ein neues heim bauen.
sehr beklemmend und irgendwie unvorstellbar. zur zeit leben noch 8 familien dort und perverserweise ist der kindergarten und die schule noch in betrieb. die kinder werden also von den neuen siedlungen in ihre alte, verlassene, langsam zerfallende heimat zur schule gefahren…
auf dem streifzug durch den ort trafen wir dieter müller-hennig, der seit nunmehr einem jahr den stetigen verfall des ortes auf mittelformat dokumentiert. er ist dort jedes wochenende anzutreffen und hat bisher über 1500 filme belichtet. ziel soll es sein, die ortschaft so genau wie möglich zu dokumentieren, und die bilder dann in der kirche von otzenrath auszustellen; sie wird das letzte gebäude sein, das abgerissen wird.
interessante und unglaubliche geschichten weiss er zu erzählen:
von den “leichenfledderern”, die kaum dass ein haus verlassen war, in dieses eindrangen und alles mitnahmen, was nicht niet- und nagelfest war…
von feuerwehrübungen an verlassenen doppelhaushälften, deren andere hälfte noch bewohnt war…
von dreisten dieben, die die haustür eines noch bewohnten hauses gestohlen haben…
und von vielen anderen einzelschicksalen…
wir standen vor einem halb abgerissenen haus, als ein renterpärchen vorbeispazierte. “dort haben wir bis vor drei jahren gewohnt, der nachbar ist erst kürzlich ausgezogen…”
die ganze ortschaft gleicht militärischem sperrgebiet, es patroullieren sicherheitsdienste und der werksschutz von rheinbraun.
ein paar der eindrücke habe ich versucht fotografisch festzuhalten, sie sind zu finden in form einer fotostrecke im tageswerk.
so, nun hat mein lieblingsspielzeug und fotoblog auch eine eigene adresse, unter der es zu erreichen ist:
http://tageswerk.net
also falls überhaupt jemand diese seite gebookmarkt hat, bitte ändern ;)
…die gute g3.
ab morgen gibt es das prachtstück bei ebay.

schnüff… eines meiner schönsten fotos ist ihr entsprungen.
aber irgendwann ist es immer einmal zeit für den abschied… man soll ja auch gehen,
wenn es am schönsten ist.