…ganz laut.
und ich komme. endlich nochmal ein paar tage entspannung, meerluft und natur.
zeit zum runterkommen, lesen, fotografieren.
hach, ich kann es kaum erwarten. morgen gehts los.
ist heute, zumindest hier in den usa.
nein, das ist nicht sowas wie freitag der dreizehnte, das ist der höllen-shopping-tag nach thanksgiving.
aus irgendwelchen unerfindlichen gründen muss man hier heute seine kompletten weihnachtseinkäufe machen.
wo der name herkommt, weiss niemand so recht, vielleicht weil sich heute die meisten amerikaner in den ruin stürzen!?
gerade eben lief auf cbs eine berichterstattung aus einer mall im norden chicagos, dort hat man um 5 heute morgen ein ehepaar interviewt. der herr der schöpfung meinte: “ich sitze 364 tage im jahr auf dem sofa, heute ist der tag für meine frau, heute stehen wir früh auf und haben spass!” seine frau war begeistert, ich habe fast den kaffee auf den fernseher gespuckt…
es ist jetzt kurz nach sieben morgens hier in chicago, auf den strassen ist schon die hölle los. ein grossteil der geschäfte hat schon seit fünf uhr geöffnet, die leute stehen in riesigen schlangen vor den selbigen.
verstehen könnte ich es ja noch, wenn man wie ich aufgrund von jetlag nicht schlafen kann… aber so!?
na dann, auf in den kampf, auf zu rudolph dem red nosed reindeer, auf zum winter wonder land (bei 16 grad und strahlendem sonnenschein)…
irgendwie ist es schon recht seltsam…
ich sitze hier in einer 747 in ca. 10.000 m höhe, jette gerade irgendwo über den atlantik und surfe auf meinem kompi kräftig im netz. und sogar für lau :)
so kann der datenjunkie von heute sogar im flieger seiner internet-sucht fröhnen… das einzige, was hier limitiert, ist die akku-laufzeit, da es in der holzklasse ja leider keine steckdosen gibt ;)
es ist mal wieder soweit, es geht wieder ins land der unbegrenzten möglichkeiten… die freude hält sich in grenzen, das wetter dort auch, mal sehen, wie ich die woche überstehen werde.
vielleicht springen ja wenigstens ein paar fotos dabei heraus.
im dezember 2004 war ich beruflich in johannesburg, eine sehr beeindruckende stadt der absoluten gegensätze. reich, arm, schwarz, weiss, farbig… alles auf engstem raum.
man merkt deutlich, dass die apartheid auch heute noch eine grosse rolle spielt; zwar sieht man menschen unterschiedlicher hautfarbe auf den strassen und in den cafés, nie jedoch habe ich z.b. ein gemischtes pärchen gesehen. wenn man mit den einwohnern spricht, erzählen sie einem von den heute etwas verdeckteren diskriminierungen und von den vielfältigen politischen und gesellschaftlichen problemen. die townships rund um joburg und die wohnviertel mit ihren mauern und stacheldrahtzäunen bestimmen das bild der stadt, ebenso die sicherheitsdienste, die gnadenlos jeden unerwünschten aus oder von den vierteln der “oberen” fernhalten.
es ist deutlich zu spüren, dass johannesburg die liste der gefährlichsten städte der welt anführt (eine statistik besagt, dass es dort mehr morde als autounfälle gibt…).
das für mich einprägsamste erlebnis war der besuch des apartheid museums. mir sind selten solche schauer über den rücken gelaufen wie dort. klar, man denkt (bzw. ich dachte), man weiss einigermassen viel über die apartheid, aber dort kann man in etlichen bildern, filmen, installationen und ähnlichem sehen, dass es um einiges härter war, als es hier in den medien rüberkam. mir blieb mehrfach die spucke weg ob der brutalität und diffizilen abgrenzung der rassen voneinander. ein paar der eindrücke habe ich damals -eher schlecht als recht- versucht fotografisch festzuhalten, diese sind in u.a. fotostrecke zu sehen.
wenn jemand von euch mal in südafrika, respektive johannesburg sein sollte, geht auf jeden fall dort hin!
ich habe keine ahnung, ehrlich gesagt.
ausser dass ich heute morgen leider nicht in diesen blechvogel richtung hamburg gestiegen bin,
mich dann aber trotzdem noch unterwegs köstlich mit harry amüsiert habe. zum tagesausklang gabs dann top gun im programm. ganz umsonst, sponsored by lufthansa, aber nicht weniger schlecht als das original. besonders wenn man es live miterlebt, weil der kutscher irgendeine geschwindigkeitsbegrenzung übersehen hat und einen halben meter über grund der 737 dermaßen die peitsche gibt und durchstartet, das tom cruise dagegen alt ausgesehen hätte… vielleicht wusste er aber auch von meinem traum, einmal ein paar parabeln zu drehen und dachte sich: naja, ich kanns ja mal versuchen…
ich sitze hier in einem fensterlosen hotelzimmer in helsinki auf dem flughafen, um gleich morgen früh mit den hühnern weiter nach jyväskylä zu fliegen.
dort werde ich dann geschätzte 3,5h aufenthalt haben um dann gleich wieder über helsinki zurück fast pünktlich zur tagesschau zuhause zu sein.
dienstreisen können ganz schön frustrierend sein ;(
so kann ich später mal erzählen: …finnland…ja…da war ich auch mal einen tag…